Presse


Pressemitteilungen diverser Medien und Informationen des Deutschen Tierschutzbundes e. V., des Landestierschutzverbandes Nordrhein-Westfalen e. V. und der Tierheim-AG-NRW-Mitgliedsvereine


 Pressemeldung

26.07.2017

Wellensittiche artgerecht halten

Wellensittiche auf einem Ast

Wellensittiche gehören zu den beliebten Haustieren, doch die Tiere sind anspruchsvoll. Haltungsfehler sind daher an der Tagesordnung. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, die hochsozialen Schwarmvögel mindestens zu zweit, besser aber noch mit mehrere Artgenossen, zuhalten. Ebenso essentiell für eine gute Wellensittich-Haltung sind ausreichend Platz zum Fliegen, eine tiergerechte Fütterung und Beschäftigungsmöglichkeiten.

„Wer sich für Wellensittiche entscheidet, übernimmt jahrelange Verantwortung. Zwar erreichen viele Wellensittiche heute nur noch ein Lebensalter von etwa fünf Jahren, in seltenen Fällen können sie aber sogar bis zu 15 Jahre alt werden“, erklärt Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Leider wird bei der Haltung immer noch viel falsch gemacht: Viele Vögel sehen den Käfig den Großteil ihres Lebens nur von innen, werden allein gehalten oder erhalten ungeeignetes Futter.“

Gesunde Ernährung

Da Wellensittiche in reiner Wohnungshaltung zu Verfettung neigen, ist eine abwechslungsreiche Fütterung mit Kräutern, wie Löwenzahn, Vogelmiere oder Sauerampfer, und täglich mindestens drei verschiedenen Gemüsesorten, etwa Möhre, Gurke oder Zucchini, besonders wichtig. Fertig-Körnermischungen aus dem Supermarkt unbegrenzt anzubieten, ist nicht ideal, da sie zu fett- und kohlehydratreich sind. „Eine kleine Menge, angeboten am Abend, ist bei abwechslungsreicher Fütterung völlig ausreichend“, sagt Dr. Mackensen. Futter kann auch zur Beschäftigung dienen, wenn die Tiere es sich selbst erarbeiten müssen. Dazu können sie die Körner zum Beispiel aus flachen Schalen mit Sand oder aus „Wühlkisten“ mit verschiedener Einstreu herauspicken. Gemüse sollte man nicht klein schneiden, sondern grob lassen oder auf Spießen anbieten.

Artgenossen, Freiflug und Beschäftigung

In der Natur schließen sich Wellensittiche häufig zu Schwärmen von zehn bis über hundert Tieren zusammen. Die Vögel sollten daher mindestens zu zweit, besser mit mehreren Artgenossen gehalten werden. Statt in einem handelsüblichen Käfig sollte man die Tiere in einer großzügigen Voliere unterbringen – idealerweise im Freien mit angeschlossenem, beheizbarem Schutzraum. Bei Innenhaltung benötigen die Vögel täglich für mehrere Stunden die Möglichkeit zum Freiflug. Schaukeln und Klettermöglichkeiten dienen der Beschäftigung. Naturbelassene Äste und Kork „zerschreddern“ Wellensittiche mit Begeisterung. Die Finger lassen sollten Halter dagegen von tierschutzwidrigem Zubehör, etwa von Spiegeln oder Plastikwellensittichen. Einen Partner können diese Artikel nicht ersetzen; stattdessen schaden sie den Tieren sogar: Wenn ein Wellensittich etwa vergeblich versucht, seinen künstlichen Partner zu füttern, kann dies Kropfentzündungen verursachen.

Wellensittiche sollten stets mit Artgenossen gehalten werden

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e. V.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Tipps zum Katzenschutz im Urlaub

Frei lebende Katzen werden in Hotelanlagen im Ausland oft nur geduldet.

Während des Urlaubs in Hotelanlagen werden Touristen oftmals mit frei lebenden Straßenkatzen konfrontiert. Die Tiere sind oft unternährt und in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Auch wenn die Absicht gut ist, stellt kurzzeitiges Füttern der Tiere jedoch keine nachhaltige Lösung dar. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund anlässlich der Sommerferien hin, die gerade in Nordrhein-Westfalen gestartet sind und in den kommenden zwei Wochen auch in den restlichen Bundesländern beginnen. Eine ähnliche Problematik gibt es auch in Deutschland, wo Katzenwelpen zu den Touristenmagneten bei Urlauben auf dem Bauernhof gehören.

„Frei lebende Katzen in Hotelanlagen werden nach der Saison vertrieben oder sogar getötet. Auch Vergiftungsaktionen können stattfinden“, erklärt Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Obwohl es nachvollziehbar ist, dass viele Touristen aus Mitleid füttern, sollten sie sich besser an örtliche Tierschutzvereine wenden, die die Tiere an festen Futterstellen betreuen, medizinisch versorgen und die Population der Tiere nachhaltig und tierschutzgerecht durch das Prinzip „Einfangen, Kastrieren, Freilassen“ minimieren.“ Hierzu ist es hilfreich, sich bereits im Vorfeld des Urlaubes nach Tierschutzvereinen zu erkundigen, die nachhaltigen Tierschutz vor Ort betreiben.

Katzenwelpen als Attraktion

Junge Katzen zum Streicheln und Kuscheln gehören für viele zum Urlaub auf dem Bauernhof dazu. Aus Tierschutzsicht ist dabei wichtig, dass der Halter seine Verantwortung wahrnimmt, die Tiere – Jungkatzen wie ausgewachsene Katzen – medizinisch versorgt, artgemäß füttert und die Tiere im angemessenen Alter kastrieren lässt. Immer wieder beobachten Urlauber und Tierschützer jedoch, dass dies auf vielen Bauernhöfen nicht in ausreichendem Maße der Fall ist: Oftmals leiden die Tiere unter Katzenschnupfen, Würmern oder Flöhen. Die Elterntiere vermehren sich teils völlig unkontrolliert. Urlauber können helfen, indem sie den Landwirt auf die enorme Vermehrungsrate von Katzen aufmerksam machen und die Vorteile der Kastration erläutern.

Der Deutsche Tierschutzbund macht sich mit seiner Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ für die Kastration von Katzen stark und informiert, wie sich durch Kastration das Leid frei lebender Straßenkatzen vermeiden lässt (www.tierschutzbund.de/katzenschutz).

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Tierschutz im Ausland: Was Urlauber bei tierischen Attraktionen beachten sollten

Tierische Attraktionen gelten als Urlaubermagnet: Egal ob Souvenirfoto mit einem Wildtier, der Ritt auf einem Elefanten oder die Vorführung von Tieren in Shows oder Arenen – das Angebot ist groß. Dass sich hinter den Angeboten in vielen Fällen Tierschutzprobleme verbergen, ist Touristen oft nicht bewusst. Auch tierische Souvenirs sind mit Tier- und Artenschutzproblemen verbunden. Der Deutsche Tierschutzbund informiert zum Start der Urlaubssaison darüber, welche tierschutzwidrigen Praktiken sich hinter den vermeintlichen Touristenattraktionen verbergen.

„Wer hinter die Kulissen von tierischen Souvenirfotos und Shows blickt, sieht, dass die Tiere allein der Touristen-Belustigung dienen, während sie selbst ein Leben voller Entbehrungen fristen“, erklärt James Brückner, Referent für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir appellieren an alle Urlauber, das Leid der Tiere nicht zu unterstützen. Nur wenn Reisende entsprechende Angebote meiden, lassen sich Verbesserungen für die Tiere vor Ort erreichen.“

Obwohl einige Reiseveranstalter entsprechende Attraktionen bereits aus dem Programm genommen haben, sind Nachfrage und Angebot nach wie vor groß. Vielen Touristen ist dabei nicht bewusst, dass etwa Elefanten bei ihrer „Ausbildung“ zum Reittier unterworfen werden müssen, was mit Anketten, Fesseln und Schlägen erreicht wird. Der Besuch von Delfinshows und das Schwimmen mit Delfinen fördern die fragwürdige Gefangenschaftshaltung dieser Tiere und indirekt auch den Fang freilebender Delfine, wie bei den blutigen Treibjagden im japanischen Taiji. Ebenso blutig sind auch Tierkämpfe, wie der Stierkampf, der neben Spanien auch in Frankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien verbreitet ist.

Tierschutzprobleme birgt auch ein auf den ersten Blick niedliches Foto mit einem Wildtier: Das ständige Anfassen durch fremde Menschen stresst die Tiere enorm. Viele wurden als Jungtiere gefangen und ihre Mütter getötet. Bei nachgezüchteten Löwenjungen, die gerne als Fotomotiv zum Einsatz kommen, ist es zum Beispiel in Südafrika keine Seltenheit, dass die halbzahmen Tiere beim „Canned hunting“ für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben werden, sobald sie älter und damit für Fotomotive nicht mehr brauchbar sind.

Weil jedes freigekaufte Tier sofort durch ein anderes ersetzt wird, raten die Tierschützer auch vom Freikaufen eines Tieres ab. Die skrupellosen Tierhändler leben von der Hilfsbereitschaft der Touristen und machen damit großen Profit. Nicht zu vergessen sind auch Tierqual-Souvenirs, wie Taschen aus Krokodilleder, Pelze, Korallen oder Schnitzereien aus Elfenbein, deren Einfuhr illegal ist und auf die tierliebe Urlauber auch aus Artenschutzgründen lieber verzichten sollten.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Dritte Änderung der Gebührenordnung: Hoffnung für Straßenkatzen

Das Bundeskabinett hat die Gebührenordnung für Tierärzte geändert. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium begründet dies vor allem mit der aus Sicht der Tierärzteschaft notwendigen Anpassung an die Kostenentwicklung. Bei aller Befürchtung, dass sich die Kostenlage für Tierheime weiter verschärft, gibt es auch eine gute Nachricht: Tierärzte können nun mit Tierschutzvereinen vergünstigte Sätze für die Kastration von frei lebenden Straßenkatzen vereinbaren. Das ermöglicht den Vereinen in Zukunft öfter Kastrationsaktionen durchzuführen, um die Zahl der Tiere tierschutzgerecht zu reduzieren. Der Deutsche Tierschutzbund hatte diese Möglichkeit für die Zusammenarbeit von Tierschutzvereinen und Tierärzten lange gefordert. Zugleich aber fordert der Verband auch Bund, Länder und Kommunen auf, sich finanziell und durch entsprechende Kastrationsverordnungen an der Lösung aktiv zu beteiligen.

„Die Lage der Tierheime bleibt angespannt. Gerade der hohe Aufwand für die Straßenkatzen war und ist eine extreme Belastung, das hat der zuständige Bundeslandwirtschaftsminister erkannt und gehandelt. Die Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte, die wir lange schon fordern, wird es zukünftig einfacher machen, das Problem der frei lebenden Straßenkatzen anzugehen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Angesichts von geschätzten zwei Millionen Straßenkatzen bundesweit, waren die Kosten nach Gebührenordnung bisher eine rechtlich nahezu unüberwindbare Hürde. „Mit der Anpassung hoffen wir nun, dass Tierschutzvereine gemeinsam mit Tierärzten noch intensiver als bisher das Katzenelend mindern können“, sagt Schröder. „Zugleich aber appellieren wir an den Bund, die Länder und besonders die Kommunen, sich auch finanziell und durch Verordnungen zu beteiligen. Denn am Ende ist es im Interesse der Allgemeinheit, daher sollten weder die Tierärzte, noch die Tierschützer bei der Tierschutzarbeit für die Katzen alleine gelassen werden. Wenn dann auch Katzenbesitzer stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Freigängerkatzen zu kastrieren, lässt sich die Population der Straßenkatzen endlich dauerhaft verkleinern.“

Gemäß der angepassten Verordnung dürfen Tierärzte den einfachen Gebührensatz für die Kastration frei lebender Katzen zukünftig legal unterschreiten – wenn sie die Kastration im Auftrag einer gemeinnützigen Tierschutzeinrichtung, wie eines Tierschutzvereins, durchführen. Bei den frei lebenden Katzen handelt es sich um Nachkommen von ehemals privat gehaltenen Katzen, die nun ohne einen zuordenbaren Besitzer leben. Sie vermehren sich unkontrolliert, leiden oft unter Hunger und Krankheiten. Die Tierschützer fangen die frei lebenden Katzen ein und lassen sie nach der Kastration wieder in ihrem angestammten Revier frei. Der karitative Tierschutz trägt die Kosten für Fang, Kastration und Betreuung der Tiere – finanziert durch Spenden und durch Mithilfe von ehrenamtlichen Helfern.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Kampagne #StopTheTrucks: Mehr als eine Million Europäer setzen Zeichen gegen Tiertransporte

Gemeinsam mit seiner europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, kämpft der Deutsche Tierschutzbund mit der Kampagne „#StopTheTrucks“ für ein Ende der grausamen Langstreckentransporte. Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu erheblichen Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben der EU. Mehr als eine Million Europäer haben im Rahmen der Kampagne ihre Stimme für ein Ende dieses unnötigen Tierleids bei Lebendtiertransporten abgegeben und so ein deutliches Zeichen für mehr Tierschutz gesetzt.

„Die EU muss jetzt endlich handeln; viel zu lange wurde ein System toleriert, das nur auf Kosten der Tiere funktioniert. Die Tiere leiden unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter Hitze oder Kälte, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen“, beschreibt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die vorherrschenden katastrophalen Zustände. „Ziel muss es sein, dass wir wieder regionale Strukturen haben, um kurze Wege zu sichern“, so Schröder abschließend.

Lebendtierexporte: Transportdauer erschreckend hoch
Erst kürzlich veröffentlichte Daten zeigten, dass die Zahl der Lebendtierexporte in den letzten Jahren erschreckend angestiegen ist. Der Rindertransport in einzelne Länder hat sich sogar verzehnfacht. Und auch die durchschnittlichen Transportzeiten sind extrem: Über 27 Stunden für Schweinetransporte nach Serbien oder sogar über 68 Stunden für Rindertransporte in die Türkei bedeuten absolute Qual für die Tiere.

Seit Jahren kämpft der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seiner europäischen Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, für das Aus sinnloser und tierquälerischer Transporte lebender Tiere. Die #StopTheTrucks-Unterschriften werden noch in diesem Jahr an die Europäische Kommission übergeben – ein deutliches Signal, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Langstreckentransporte endlich zu beenden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Tierbetreuung zur Urlaubszeit: Deutscher Tierschutzbund gibt Tipps

In den kommenden Tagen beginnen in den ersten Bundesländern bereits die Sommerferien. Für viele Tierhalter stellt sich die Frage, wer Hund, Katze, Kaninchen und Co. während ihrer Abwesenheit versorgen kann. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, wie man eine gute Betreuung findet. Mit der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ helfen der Verband und seine Mitgliedsvereine zudem direkt bei der Unterbringung von Heimtieren während der Urlaubszeit.

Wer Tiere hat, sollte sich frühzeitig darüber informieren, wie diese möglichst in ihrer gewohnten Umgebung betreut werden können. Der erste Blick geht dabei idealerweise in den Familien- und Freundeskreis – auch tierfreundliche Nachbarn können hilfreich sein. Im besten Fall besteht schon ein Vertrauensverhältnis zwischen Tier und Betreuer, ansonsten sollten beide die Möglichkeit haben, sich vorab kennen zu lernen. Bei der Suche nach einem Tiersitter im Internet ist Vorsicht geboten; hier sollte man sich ausreichend Zeit bei der Auswahl nehmen. Engagierte Tiersitter bieten von sich aus ein ausführliches Gespräch und ein erstes Kennenlernen an. Wichtig ist, dass ein Tiersitter im Umgang mit der jeweiligen Tierart vertraut ist, im besten Fall eine Sachkunde nachweisen kann. Wer die Unterbringung in einer Tierpension in Erwägung zieht, sollte sich die Einrichtung vorab genau anschauen. Tipps zur Beurteilung von Tierpensionen gibt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website www.tierschutzbund.de/urlaub-mit-tieren.

Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier
Wer sich als Frauchen oder Herrchen auf Zeit anbieten will oder einen Betreuer für sein Tier sucht, kann sich auch an der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ beteiligen. Diese bringt seit 23 Jahren Tierfreunde zusammen, die sich im Wechsel um ihre Tiere kümmern. Noch bis zum 10. September erfahren Interessierte über die Urlaubs-Hotline des Deutschen Tierschutzbundes (Telefon: 0228-60496-27), welcher Tierschutzverein sich aus der eigenen Region an der Aktion beteiligt. Die Vereine vor Ort vermitteln dann die Kontakte zu anderen Tierfreunden. Unterstützt wird die Aktion von den Marken Whiskas und Pedigree, die sich seit vielen Jahren als Partner engagieren.

Urlaub mit Hund
Während Katzen, kleine Heimtiere, Ziervögel und Fische im Idealfall, um ihnen Stress zu ersparen, in ihrer gewohnten Umgebung versorgt werden, begleiten Hunde ihre Halter gerne in den Urlaub. Fahrten mit dem Auto, bei denen ausreichend Pausen eingelegt werden können, sind für die meisten Hunde unproblematisch. Lange Flüge, bei denen der Hund im Frachtraum ausharren müsste, sollte man dagegen vermeiden. Wer seinen Hund mit in den Urlaub nimmt, sollte sich im Vorfeld informieren, ob der Hund im Hotel, Ferienhaus oder auf dem Campingplatz willkommen ist. Für Reisen innerhalb der EU muss der Hund geschippt sein und braucht zudem einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. In anderen Ländern kann es weitere Auflagen geben, die es zu beachten gilt.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Sommerzeit ist Grillzeit: Veganes Angebot ist bunt, vielfältig und schmackhaft

Mit dem Sommer ist auch die Grillsaison bereits in vollem Gange. Dabei setzen immer mehr Menschen statt Fleisch auf veganes Grillgut. Doch veganes Grillen bedeutet nicht nur vegane Tofu-Würstchen. Denn mit frischem Gemüse, Hülsenfrüchten und verschiedenen Getreidearten lassen sich Grillklassiker, wie Burger, Spieße, Salate und Dips, leicht und zeitsparend zubereiten – und dies ganz tierschutzfreundlich. Vegane Grillideen stellt der Deutsche Tierschutzbund in der neuen Ausgabe seines Mitgliedermagazins DU UND DAS TIER vor.

Die Vielfalt an veganen Grilloptionen ist groß. Als Fleischalternative eignen sich zum Beispiel Tofu, Tempeh und Seitan. Burger und Bratlinge lassen sich auch aus Getreide und Hülsenfrüchten kreieren. Gegrilltes Gemüse, wie Kartoffeln, Maiskolben oder bunte Gemüsespieße, gehört ohnehin zu den Grillklassikern. Wie lange eine Speise auf dem Grill liegen soll, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa von der Art des Grillgerätes oder der Menge der zu grillenden Lebensmittel. So manches vegane Grillgut kann jedoch leichter verbrennen als Produkte aus Fleisch. Daher sollte die Hitze nicht zu hoch sein. Weiterhin kann man vegane Produkte an den Rand des Grills legen und zum Beispiel Tofu schützen, indem man ihn vor dem Grillen in eine Marinade einlegt.

Zum Grillgut passen vegane Dips, etwa selbstgemachter veganer Sauerrahm, Guacamole oder Tsatsiki. Vielfältige Salatvariationen eignen sich ebenfalls gut für eine Grillparty: Die vegane Auswahl reicht von Reis-, Nudel-, oder Kartoffelsalaten, über farbenfrohe Gemüsesalate, zum Beispiel Karottensalat mit Äpfeln, bis hin zu Getreidesalat, wie Couscous-, Bulgur- oder Hirsesalat.

Rezepttipps von DU UND DAS TIER

DU UND DAS TIER, das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes, zeigt in seiner aktuellen Ausgabe, wie man Familie und Freunde mit einem leckeren veganen Grillteller überraschen kann: Das Magazin stellt dazu ein Rezept für Barbecue-Avocados mit Bohnen in Bourbon-BBQ-Sauce vor.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

DU UND DAS TIER 2/2017 Katzenkastration und Registrierung im Mittelpunkt

Katzen stehen im Fokus der neuen Ausgabe von DU UND DAS TIER. Das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes erklärt, warum es wichtig ist, Katzen kastrieren und registrieren zu lassen. Das Magazin blickt außerdem, in Andenken an Wolfgang Apel, auf sein Leben für den Tierschutz und seine Erfolge zurück. Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl nimmt DU UND DAS TIER zudem die Tierschutzbilanz von vier Jahren Großer Koalition unter die Lupe. Die aktuelle Ausgabe des Magazins erläutert außerdem die Hintergründe zu invasiven Tierarten.

Katzen sind die beliebtesten Heimtiere der Deutschen. DU UND DAS TIER berichtet von verschollenen Katzen, die dank ihrer Registrierung zurück nach Hause fanden. Gleichzeitig kommen aber auch die rund zwei Millionen frei lebenden Katzen zur Sprache, die in Deutschland auf der Straße, in Hinterhöfen oder in stillgelegten Fabriken, ohne Zuhause leben. DU UND DAS TIER erklärt, warum nur die Kastration das Problem der immer weiter anwachsenden Straßenkatzenpopulationen eindämmen kann.

Der Tierschutz war sein Lebenswerk! Vor einem halben Jahr verstarb der Ehrenpräsident und frühere Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, nach langer schwerer Krankheit. Nicht nur beim Deutschen Tierschutzbund hinterlässt er eine große Lücke. DU UND DAS TIER blickt auf seinen mehr als 35 Jahre andauernden Einsatz für Tiere zurück.

Tierschutzbilanz der Großen Koalition: Was hat die Bundespolitik in den letzten vier Jahren wirklich für den Tierschutz getan? DU UND DAS TIER hat die Verantwortlichen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD mit dieser Frage konfrontiert. Auch die Opposition sowie der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, bewerten das politische Wirken der Koalition.

Seit einiger Zeit ist es amtlich: 37 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der „Liste der invasiven Arten“ – sie gelten in der EU als unerwünscht. DU UND DAS TIER erklärt die Hintergründe und warum ausschließlich tierschutzgerechte Methoden die Mittel der Wahl im Umgang mit invasiven Arten sein sollten. Auch die Konsequenzen für Tierheime und Auffangstationen im Umgang mit Tieren, die die EU als invasiv einstuft, werden erläutert.

Weitere Artikel geben u.a. Tipps für die Unterbringung von Hund, Katze und Kleintier während des Sommerurlaubs und für eine artgerechte Haltung von Wellensittichen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Aktionstag „Kollege Hund“: Tipps, wie der Hund sich am Arbeitsplatz wohl fühlt

Wer seinen Hund mit ins Büro bringen möchte, kann dies am Aktionstag „Kollege Hund“ des Deutschen Tierschutzbundes am 29. Juni ausprobieren. Der jährlich stattfindende Schnuppertag soll für mehr Akzeptanz von Hunden am Arbeitsplatz werben. Neben dem Einverständnis von Chefs und Kollegen ist dabei auch von entscheidender Bedeutung, dass der Hund mit der Situation gut zu Recht kommt. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, was es zu beachten gibt.

Statt zu Hause auf die Rückkehr von Herrchen oder Frauchen zu warten, genießen es die meisten Hunde, ihre Besitzer überall hin zu begleiten – auch zur Arbeit. Im Rahmen des Aktionstages bietet es sich an, das Miteinander einfach einmal auszuprobieren: Fühlt sich der Hund wohl und sicher? Kommt er mit den Kollegen gut aus? Im besten Fall wird der tierische Kollege auf Zeit dann sogar zum dauerhaften Kollegen – der zudem eine Bereicherung für das ganze Team des Unternehmens sein kann.

Die Arbeit in einem Büro mit wenig Publikumsverkehr eignet sich am ehesten für die Mitnahme eines Hundes – hier kann das Tier auch zur Ruhe kommen. Im Zweifel muss individuell entschieden werden, ob eine „Zusammenarbeit“ Sinn macht. Die Arbeitssituation darf natürlich nie auf Kosten des Tieres gehen. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben. Damit der Hund nicht nur ruhig auf seinem Platz liegen muss, sollten die Pausen voll und ganz ihm gewidmet werden.

Tierfreundliche Unternehmen gesucht
Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine, unterstützt von der Futtermarke Pedigree, suchen tierfreundliche Unternehmen, die am diesjährigen Schnuppertag teilnehmen möchten. Eine Anmeldung für den 29. Juni ist über die Website www.kollege-hund.de möglich. Alle Teilnehmer erhalten ein Aktionspaket mit Tipps für den Aktionstag sowie ein kleines Geschenk für den Kollegen Hund. Mit einer Urkunde zeichnet der Deutsche Tierschutzbund die teilnehmenden Firmen im Anschluss als tierfreundliche Unternehmen aus.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Katzenschutz-Kampagne: Endspurt der Unterschriftensammlung für eine Katzenschutzverordnung

Die Unterschriftensammlung zur Katzenschutz-Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes geht in die letzte Runde: Noch bis Mitte Juni können Unterstützer ihre Stimme auf www.tierschutzbund.de/protestieren-katzenschutz abgeben. Die gesammelten Unterschriften will der Verband im Anschluss an die Schirmherrinnen des Parlamentskreises Tierschutz übergeben. Zudem haben die Tierschützer die erfolgreiche Aufkleber-Aktion der Katzenschutz-Kampagne um einen Tür-Aufkleber erweitert.

„Um die unkontrollierte Vermehrung von Straßenkatzen und die alljährliche Schwemme von ungewollten Kätzchen, die in den Tierheimen landen, in den Griff zu bekommen, brauchen wir dringend ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen aus Privathaushalten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Mehr als 83.000 Menschen haben die Forderung „Katzenschutzverordnung – Jetzt!“ des Deutschen Tierschutzbundes bereits unterzeichnet. Neben Bund, Land und Kommune nimmt der Verband aber auch die Katzenhalter in die Pflicht: „Jeder der einen Kater oder eine weibliche Katze hält, sollte sein Tier kastrieren lassen“, sagt Schröder.

Der Hintergrund: Die bundesweit rund zwei Millionen Straßenkatzen stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um das Leid zu minimieren, ist die Kastration: Tierschutzvereine fangen die Straßenkatzen ein und lassen sie nach einer Erholungszeit in ihrem Revier wieder frei. Die Tiere werden zudem gekennzeichnet und registriert. Die Betreuung der freilebenden Straßenkatzen und die Kastrationskosten übernimmt zumeist allein der karitative Tierschutz – finanziert durch Spenden.

Aufkleber-Aktion der Kampagne erneut erweitert

Die Katzenschutz-Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes war im letzten Jahr erfolgreich gestartet. Neben den Katzen-Aufklebern für Fenster und Auto, die bereits von Katzenfreunden tausendfach angefordert wurden, hat der Deutsche Tierschutzbund die Aufkleber-Serie nun um ein Motiv für Türen entwickelt. Die lebensgroßen Katzen auf den Aufklebern sollen die oft versteckt lebenden Straßenkatzen, für die sie stellvertretend stehen, „sichtbar“ machen. Je ein Aufkleber kann kostenfrei per E-Mail angefordert werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Der Deutsche Tierschutzbund rät: Tiere vor großer Sommerhitze schützen

Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen stellen für viele Tiere eine große Gefahr dar. Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Heimtiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern daher dazu, die notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen: Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier jederzeit zurückziehen kann. Große Anstrengungen für das Tier sollte man vermeiden und das Gassigehen mit Hunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.

Tierhalter sollten während der Hitze ihre Heimtiere stets im Blick behalten. Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung. Selbst innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an. Wenn die Sonne wandert, steht auch das im Schatten abgestellte Fahrzeug nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Die Folgen der für das Tier unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wer bei Hitze auf ein im Auto zurückgelassenes Tier aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen.

Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Zusätzlich können Schatten spendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher, die über das Gehege gelegt werden, helfen. Da bei Hitze viel Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, sollte man dieses regelmäßig kontrollieren. Kaninchen, die die Möglichkeit zum buddeln haben, können sich in den entstandenen Mulden abkühlen; manche Ratten lieben ein Wasserbad in einer flachen Schale.

Hitzeschutz auch für Weidetiere

Auch Tieren auf der Weide macht die Hitze zu schaffen: Pferde, Schafe oder Rinder sollten immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Zu jeder Zeit muss ausreichend Wasser in der Tränke vorhanden sein. Nicht vergessen werden darf, dass bei Hitze die Futtergrundlage auf der Weide abnimmt und die Tiere so unter Umständen zugefüttert werden müssen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Richtige Hilfe für Jungvögel

Aus dem Nest gefallene, noch federlose Jungvögel sind auf menschliche Hilfe angewiesen. Ihre Versorgung und Aufzucht sollten Tierfreunde jedoch Fachleuten in Wildtierauffangstationen überlassen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Befiederte Jungvögel, die zwar hilflos wirken können, aber weiterhin mit den Elterntieren in Verbindung stehen, bedürfen dagegen keiner gut gemeinten „Rettung“.

Menschliche Hilfe benötigen vor allem sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen. Meist handelt es sich hierbei um aus dem Nest gefallene Jungvögel. Wenn möglich, sollte man dann versuchen, die Tiere ins elterliche Nest zurückzusetzen. Dabei darf man die Jungvögel auch berühren: Die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch. Ist der Jungvogel verletzt oder ist es nicht möglich, ihn zurück ins Nest zu setzen, sollte man das Tier in Obhut nehmen. Für die vorübergehende Unterbringung des Vogels ist am besten ein Pappkarton geeignet, der – weil die Tiere häufig unterkühlt sind – am besten im Haus untergestellt wird. Wenn Unsicherheit über die richtige Ernährung besteht, sollte man besser keine Fütterungsversuche unternehmen. So sind zum Beispiel im Garten gefangene Insekten für reine Körnerfresser völlig ungeeignet. Wasser sollte dem Jungvogel allerdings immer angeboten und gegebenenfalls an den Schnabelrand geträufelt werden. Sobald möglich, sollten die Tiere dann in eine Auffangstation vermittelt werden. Das Tierschutzzentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Weidefeld ist eine der vielen Stationen, die – neben anderen Wildtieren – auch Wildvögel aufnimmt, medizinisch versorgt und, wenn möglich, auf die Auswilderung vorbereitet.

Eingreifen bei Ästlingen und Nestflüchtern meist nicht notwendig

Die Jungen der meisten Singvögel, wie Amseln, Meisen, Finken oder Rabenvögel, verlassen ebenso wie Tauben und Greifvögel, ihr Nest bereits, bevor sie voll flugfähig sind. Als sogenannte Ästlinge warten sie im Geäst oder an anderen geschützten Orten auf die Rückkehr der Elterntiere, die sie weiterhin füttern. Diese Tiere benötigen grundsätzlich keine Hilfe, es sei denn, sie sind offensichtlich verletzt. Dasselbe gilt für Nestflüchter, wie junge Enten, Gänse oder Rallen, die bereits mit einem dichten Dunengefieder zur Welt kommen. Sie sind in der Lage ihr Nest ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen zu verlassen. Eine Ausnahme unter den Nesthockern bilden jedoch Alpen- und Mauersegler. Die Alttiere verbringen ihr gesamtes Leben in der Luft und suchen nur zum Brüten Unterschlupf in hoch gelegenen Mauerspalten. Da die Elterntiere nicht vom Boden starten können und daher dort auch nicht landen, bleiben aus dem Nest gefallene Jungtiere unversorgt. Sie sollten umgehend an Fachleute übermittelt werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn



Pressemeldung

Deutscher Tierschutzbund setzt Katzenschutz-Kampagne fort

  • Maikätzchen sorgen für volle Tierheime
  • Nachhaltiger Katzenschutz nur durch Kastration

Der Deutsche Tierschutzbund setzt seine Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ zum Schutz von Katzen fort. Grund dafür ist auch, dass in den Tierheimen im Frühjahr mit einer vermehrten Aufnahme von Katzenkindern, den „Maikätzchen“, zu rechnen ist. Ursache der alljährlichen Katzenschwemme sind unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten und frei lebende Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen. Die Tierschützer appellieren daher an alle Katzenhalter, ihre Tiere kastrieren und zur Identifizierung ebenfalls kennzeichnen und registrieren zu lassen. Gleichzeitig nimmt der Verband aber auch die Politik in die Pflicht.

„Katzenbesitzer sollten verantwortungsvoll handeln und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren lassen, um ein weiteres Populationswachstum zu verhindern“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Dazu braucht es dringend ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Bund, Land und Kommune sind zudem in der Pflicht, die Tierschutzvereine auch finanziell bei Kastrationsaktionen zu unterstützen.“

„Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“

Geschätzte zwei Millionen Straßenkatzen gibt es bundesweit. Sie stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Als domestizierte Heimtiere sind sie auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen und das Leid zu minimieren, ist die Kastration – ein Routineeingriff. Tierschutzvereine fangen die Straßenkatzen dazu ein und lassen sie nach einer Erholungszeit in ihrem Revier wieder frei. Die Tiere werden zudem gekennzeichnet und registriert.

Kampagne läuft erfolgreich

Die Katzenschutz-Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes war im letzten Jahr erfolgreich gestartet. Mehr als 20.000 Katzen-Fensteraufkleber, die von Katzenfreunden angefordert wurden, machen die oft versteckt lebenden Straßenkatzen, für die sie stellvertretend stehen, bereits „sichtbar“. Neu entwickelt hat der Verband daher auch einen Aufkleber für das Auto. Ebenso hat der Deutsche Tierschutzbund eine Petition für eine Tierschutz-Katzenverordnung gestartet, die bereits von rund 65.000 Menschen unterstützt wird. Neu ist auch eine Mitmachaktion, die zum Bau von Schlafboxen für Straßenkatzen anleitet.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn (aktualisiert 20.04.2017)


Pressemeldung

Zehn Jahre Aktionstag „Kollege Hund“

Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine rufen am 29. Juni zum zehnten Mal zum Aktionstag „Kollege Hund“ auf. Der Tag dient dazu, den Büroalltag mit dem eigenen Hund auszutesten. Hintergrund der Aktion ist, dass sich viele Menschen aufgrund ihrer beruflichen Situation scheuen, einen Hund bei sich aufzunehmen. Der Deutsche Tierschutzbund will zeigen, wie gut sich Hund und Beruf vereinbaren lassen und so Hunden aus dem Tierheim eine Chance bieten. Unterstützt wird die Aktion von der Futtermarke Pedigree.

„In den letzten zehn Jahren haben jedes Jahr rund tausend Unternehmen den Versuch mit tierischen Kollegen gewagt. In vielen Fällen hat der Aktionstag sogar dafür gesorgt, dass Hunde nun dauerhaft mit ins Büro dürfen. Ein Umdenken – speziell bei den Unternehmen – ist natürlich auch eine große Chance für die vielen Hunde im Tierheim“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Mehr als 20.000 Hunde warten in den dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheimen auf ein neues Zuhause.

Tierfreundliche Unternehmen gesucht
Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine suchen auch in diesem Jahr wieder tierfreundliche Unternehmen in Deutschland, die am Schnuppertag teilnehmen möchten. In den letzten zehn Jahren beteiligten sich Firmen aus den verschiedensten Branchen: Anwaltskanzleien, Ingenieur- und Architekturbüros, Verlagshäuser und Radiosender, Reise- und Versicherungsbüros, Einrichtungen der Jugendhilfe und Altenpflege und viele mehr. „Wir freuen uns über jeden Hundebesitzer, der mit seinem Hund teilnehmen möchte und dazu an seinem Arbeitsplatz anregt“, sagt Schröder.

Voraussetzung für die Mitnahme eines Hundes ist dabei natürlich immer, dass sowohl die Chefs als auch alle direkten Kollegen einverstanden sind. Mitarbeiter, die selbst keinen Hund besitzen, können dann ihre Liebe zum Vierbeiner entdecken und Berührungsängste abbauen. Genauso wie die menschlichen Kollegen sollte sich natürlich auch der Hund am Bürotag wohl und nicht gestresst fühlen. Dann kann der tierische Schnuppertag für beide Seiten zum Erfolg werden und dem treusten Freund des Menschen zu einer größeren Akzeptanz auch im täglichen Arbeitsbetrieb verhelfen.

Wer sich und seine Firma für den 29. Juni anmelden möchte, kann sich unter www.kollege-hund.de das Anmeldeformular herunterladen. Alle teilnehmenden Firmen erhalten im Anschluss an den Aktionstag eine Urkunde, die sie als tierfreundliches Unternehmen auszeichnet.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Ostern besser ohne Kaninchen

Da Mastkaninchen nach wie vor meist unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten werden, rät der Deutsche Tierschutzbund vom Verzehr von Kaninchenfleisch ab. Etwa 30 Millionen Kaninchen werden jedes Jahr in Deutschland gegessen – zu Ostern ist die Nachfrage besonders groß. Ebenfalls beliebt sind Kaninchen als Ostergeschenk. In Baumärkten und Zoohandlungen, im Internet oder auf Kleintiermärkten werden sie für wenig Geld angeboten. Von unüberlegten Geschenken sollte man jedoch absehen.

„In der Kaninchenmast werden noch nicht einmal die grundlegenden Bedürfnisse der Tiere gestillt“, erklärt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. „Die Kaninchen leben zusammengepfercht in Gitterkäfigen in schlecht belüfteten Hallen. Mit der Idylle vom hoppelnden Kaninchen auf der grünen Wiese hat dies nichts zu tun.“ Die Käfighaltung führt bei den Tieren zu Pfotenverletzungen und Pfotengeschwüren. Hinzu kommen Verhaltensstörungen, wie Aggressivität oder Stereotypien, die durch das mangelnde Platzangebot und nicht ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten hervorgerufen werden. Zudem schwere Verdauungsstörungen als Folge des völlig ungeeigneten Futters. Die 2014 in Kraft getretene Kaninchenverordnung brachte keine weitreichenden Verbesserungen: Nach wie vor ist die Käfighaltung ohne Freilauf gang und gäbe. „Vegane oder vegetarische Osterspeisen sind da die bessere Alternative und der direkteste Weg zu mehr Tierschutz“, sagt Müller. Wer dennoch Kaninchenfleisch kaufen möchte, sollte Fleisch im Biomarkt oder von privaten Erzeugern kaufen, die eine artgerechte Haltung und Fütterung sowie kurze Transportwege zum Schlachter vorweisen können.

Als Geschenk für Kinder ungeeignet

Gerade zu Ostern sind Kaninchen auch als Geschenk für die Kleinsten beliebt. Neben Hasen aus Stoff und Schokolade landen viele echte Kaninchen in den Osternestern – günstig erworben und mit dem Vorurteil, die Tiere seien unproblematisch und einfach zu halten. Dabei sind Kaninchen als Heimtier für Kinder denkbar ungeeignet, denn ständiges Hochheben, Streicheln und Knuddeln bedeuten Stress für die Tiere. Zudem unterschätzen viele, dass Kaninchen zehn Jahre und älter werden und es mit einem kleinen Käfig im Kinder- oder Wohnzimmer nicht getan ist. Die Tiere brauchen viel Auslauf und müssen als soziale Tiere mindestens zu zweit gehalten werden. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt daher, sich vorab gründlich über die Bedürfnisse von Kaninchen zu informieren und sich nicht zu Spontankäufen verleiten zu lassen. Sollte nach gründlicher Überlegung die Entscheidung für Kaninchen als neue Heimtiere gefallen sein, empfiehlt sich ein Gang ins Tierheim, hier warten tausende auf ein neues Zuhause.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn


Pressemeldung

Osterfeuer birgt tödliche Gefahr für Tiere

Während der Ostertage werden die traditionellen Osterfeuer wieder vielen heimischen Wildtieren zum Verhängnis. Insbesondere Kleintiere, die das aufgeschichtete Reisig als Unterschlupf nutzen, fallen den Flammen zum Opfer, wenn die Feuer zur Begrüßung des Frühlings entzündet werden. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt daher, auf die Tradition zu verzichten oder entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Liegen die Brennguthaufen bereits mehrere Wochen auf derselben Stelle, ist die Gefahr groß, dass sich bereits Tiere darin verkrochen haben. Damit die Ostertradition nicht zur tödlichen Falle wird, sollte man das Brennmaterial erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Abbrennen noch einmal umschichten. Es reicht keinesfalls aus, nur am Brennmaterial zu rütteln, um die Tiere zu vertreiben, da sich viele aus Angst völlig ruhig verhalten, anstatt die Flucht nach vorne anzutreten. Wer beim Umschichten gar auf brütende Vögel oder seltene Tierarten stößt, sollte von der Verbrennung tunlichst gänzlich absehen.

Lebensraum statt Feuerfalle
Für viele Wildtiere bieten die aufgeschichteten Reisighaufen einen idealen Lebensraum. Kleintiere, wie Igel, Kröten oder Mäuse, nutzen die Haufen als sicheres Versteck und Wohnraum. Heckenbrüter, wie Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig, deren Brutzeit mitunter bereits im März beginnt, finden hier eine geeignete Kinderstube. Viele der in den Osterfeuern getöteten Tiere sind vor allem im eigenen Garten wichtige Helfer bei der Vertilgung unerwünschter Insekten. Zusätzlich sind sie ein notwendiger Faktor zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Wer daher ganz auf das Osterfeuer verzichten kann, hat stattdessen die Möglichkeit, mit den Reisighaufen ganzjährige Lebensräume für die heimische Tierwelt zu schaffen.

Die alljährlichen Osterfeuer gehen auf einen heidnischen Brauch zurück, bei dem die Menschen den Wechsel von Winter auf Frühling feiern. Die Feuer werden, je nach Region, am Karsamstag, am Abend des Ostersonntags oder am Morgen des Ostermontags entzündet.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Ostereier: auf die Herkunft achten

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, zu Ostern auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen, etwa auf Bioeier oder Eier mit dem Label „Für Mehr Tierschutz“. Aber auch bei verarbeiteten Eiern sollten Verbraucher genauer hinsehen, denn der Hersteller muss dort keine Angabe zur Haltungsform machen. Noch immer leben 3,5 Millionen Legehennen in Deutschland in sogenannten Kleingruppen-Käfigen, außerdem werden Käfigeier aus dem Ausland importiert.

In diesem Jahr lebten in Deutschland erstmals mehr Hennen in Bio- als in Käfighaltung – ein Erfolg für den Tierschutz. Doch neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen nach wie vor aus der Kleingruppen-Käfighaltung, die erst ab 2025 gesetzlich verboten ist. Die Eier finden sich vor allem in Ei-enthaltenden Produkten – in Eierlikör, Nudeln, Backmischungen, Kuchen oder Fertigprodukten. Eine Kennzeichnung nach Haltungsform ist hier nicht verpflichtend. Bei gefärbten, hart gekochten Ostereiern haben viele Handelsunternehmen bereits auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert und machen freiwillig eine Angabe zur Haltungsform – der Großteil der bunten Eier stammt heute aus Bodenhaltung. Der Deutsche Tierschutzbund fordert für verarbeitete Eier jedoch eine verpflichtende Kennzeichnung. Bis dahin sollten Verbraucher auf nicht gekennzeichnete Produkte besser verzichten. Denn: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handelt es sich meist um Käfigeier.

Frische Käfigeier sind aus den Regalen verschwunden
Seit Einführung der Kennzeichnungspflicht für frische Schaleneier sind Käfigeier mit der Ziffer „3“ beim Verbraucher durchgefallen und nicht mehr erhältlich. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, bei frischen Eiern eher solche aus Freiland- (Ziffer „1“) als aus Bodenhaltung (Ziffer „2“) zu kaufen. Höhere Haltungsstandards haben Eier aus Biohaltung (Ziffer „0“). Auch das Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes garantiert bessere Bedingungen: Die Hennen haben sowohl in der Einstiegs- als auch in der Premiumstufe des Labels mehr Platz und mehr Beschäftigung als in der konventionellen Boden- bzw. Freilandhaltung.

Beim österlichen Kochen und Backen können Verbraucher auch auf pflanzliche Ei-Alternativen, wie Sojamehl, reife Bananen, Apfelmus, Tomatenmark oder Seidentofu, zurückgreifen. Anregung gibt der Deutsche Tierschutzbund aktuell in seinem Mitgliedermagazin DU UND DAS TIER – mit einem Backrezept für ein veganes Osterlamm.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Heimtierschutzverordnung: Deutscher Tierschutzbund legt Entwurf vor

Der Deutsche Tierschutzbund hat einen Entwurf für eine Heimtierschutzverordnung erarbeitet, mit dem der Verband heute an die Öffentlichkeit geht. Eine entsprechende Verordnung könnte die Haltung, Kennzeichnung, Registrierung, Zucht und den Handel mit Heimtieren wirksam und umfassend einheitlich regeln. Bisher gibt es außer dem Tierschutzgesetz und einer Verordnung für Hunde keine gesetzlich verbindlichen Regelungen zur Heimtierhaltung.

„Anders als zum Beispiel in der Schweiz oder Österreich fehlt es in Deutschland nach wie vor an Regelungen zum Schutz der Heimtiere“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Dies hat zur Folge, dass quasi jedermann nach Gutdünken ein beliebiges Tier halten oder mit einer Tierart züchten kann. Auch zum Handel mit Heimtieren gibt es kaum Vorgaben. Mit unserem Vorschlag für eine Heimtierschutzverordnung geben wir der Politik einen Entwurf an die Hand, dessen Umsetzung bereits vorhandene Rechtsvorschriften ergänzen und konkretisieren sowie vorhandene Gesetzeslücken schließen könnte.“ Der Deutsche Tierschutzbund wird seinen Entwurf an das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Fraktionen senden und sie auffordern, aktiv zu werden.

Eine Heimtierschutzverordnung könnte zunächst für die üblicherweise in Privathaushalten gehaltenen Heimtiere, also Hunde, Katzen und Kleinsäuger, gelten. In einem zweiten Schritt könnten Tierarten ergänzt werden, für welche eine Eignung zur Haltung als Heimtier wissenschaftlich nachgewiesen wurde – aus Tierschutzsicht, aber auch aus Arten- und Naturschutzsicht sowie aus Gründen der öffentlichen Sicherheit.

Regelungen zum tierschutzgerechten Umgang 

Da viele Fehler in der Heimtierhaltung vor allem auf Unwissenheit beruhen, sieht der Entwurf vor, dass Tierhalter die notwendige Sachkunde nachweisen müssen. Konkrete Vorgaben, die zur Haltung von Katzen und kleinen Heimtieren bislang fehlen, werden im Entwurf des Deutschen Tierschutzbundes ebenfalls festgelegt. So sollten beispielsweise soziale Tierarten, wie Kaninchen oder Meerschweinchen, nicht allein gehalten werden. Auch die Zucht und den Handel regelt der Verordnungsentwurf. So konkretisiert er zum Beispiel den „Qualzuchtparagraphen“ des Tierschutzgesetzes, indem er tierschutzwidrige und daher nicht zulässige Züchtungen, wie Haarlosigkeit oder Kurznasigkeit, anführt. Heimtiere auf Parkplätzen oder auf Märkten unter freiem Himmel zu verkaufen, verbietet der Entwurf. Um Tiere und Halter einander besser zuordnen zu können, sind Hunde und Katzen mittels eines Transponders zu kennzeichnen und in einer dafür vorgesehenen Datenbank zu registrieren.

Entwurf Heimtierschutzverordnung

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldungen

Start der Krötenwanderung: Deutscher Tierschutzbund ruft zu Vorsicht und Mithilfe auf

Kröten, aber auch andere Amphibien, haben sich teilweise bereits auf Wanderschaft begeben. Der Deutsche Tierschutzbund bittet Auto- und Motorradfahrer um Vorsicht. Auf ihrem Weg zum Laichplatz überqueren Kröten oftmals Landstraßen und werden so leicht Opfer des Verkehrs. Damit die Tiere eine Chance haben, sollte man vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 fahren, rät der Deutsche Tierschutzbund.

Millionen Amphibien – Kröten, Frösche und Molche – verlassen ihre Winterquartiere bei steigenden Temperaturen. Meist zeitgleich starten sie ihre Wanderung, um ihre gewohnten Gebiete zum Ablaichen aufzusuchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massenwanderungen. Meist sind die Tiere in verregneten und frostfreien Nächten unterwegs, in der Regel ab Einbruch der Dämmerung und bis circa Mitternacht.

Straße wird zum Verhängnis

Das immer dichter werdende Straßennetz bedeutend Lebensgefahr für die wandernden Tiere. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten. Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten: Dieser bringt die Blutgefäße der Tiere zum Platzen. Daher ist es besonders wichtig, beim Auto- oder Motorradfahren die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn Amphibien auf Wanderschaft sind.

Tierschützer bei Krötenwanderungen im Einsatz

Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötentunneln oder –brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Den vielen ehrenamtlichen Tierfreunden verdanken hunderttausende Amphibien ihr Weiterleben und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen. Diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz kann jeder leisten. Interessierte können sich beispielsweise beim örtlichen Tier- oder Naturschutzverein melden, um beim Errichten von Krötenzäunen und der Kontrolle von Zäunen und Auffangeimern zu helfen.

Aber auch als Gartenbesitzer kann man Schutzquartiere für Amphibien schaffen – in Form von Komposthaufen, Steinhügeln oder Altholzhaufen, in denen sich die Tiere gern verkriechen. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Keller und Kellerschächte sollten Tierfreunde mit einem Schutzgitter abdichten oder sie regelmäßig auf gefangene Amphibien kontrollieren.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Tag des Artenschutzes: Biber und Wolf sind Positiv-Beispiele in Deutschland

Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März verweist der Deutsche Tierschutzbund auf zwei Tierarten, die erfolgreich in Deutschland wieder Fuß fassen konnten: Waren Biber und Wolf in Deutschland nahezu bzw. komplett ausgerottet, stehen beide Arten heute unter Schutz und etablieren sich wieder. Obwohl die Rückkehr dieser Tiere ein voller Erfolg für den Artenschutz ist, kommt es immer wieder zu negativen Schlagzeilen.

Große Teile der Bevölkerung sehen Wölfe heute als Bereicherung der Natur an. Dennoch bestehen auch Ängste vor den vermeintlich gefährlichen Tieren, Tierhalter sorgen sich um ihre Schafe, Ziegen oder Rinder und Jäger sehen ihren Wildbestand gefährdet. Dämme, die von Bibern errichtet werden, lassen den Grundwasserspiegel steigen und kommen somit ebenfalls der menschlichen Landnutzung in die Quere. Immer öfter tauchen daher Stimmen auf, die den Abschuss von Biber und Wolf fordern oder auch ihre Aufnahme ins Jagdrecht. „Eine Herabsetzung des Schutzstatus wäre jedoch fatal und würden die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz dieser Tierarten zunichte machen“, mahnt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Bereits jetzt gibt es über entsprechende Managementpläne zahlreiche Möglichkeiten, etwaige Konflikte mit Menschen möglichst gering zu halten und gleichzeitig Schutzmaßnahmen zu gewährleisten.“ Hier gilt es nach Ansicht der Tierschützer anzusetzen und Verbesserungen, zum Beispiel über Ausgleichszahlungen für Tierhalter und Landwirte zu erzielen.

Wölfe kehren zurück

Im Jahr 2000 bekamen wildlebende Wölfe erstmals in Deutschland, in Sachsen, wieder Nachwuchs. Seitdem haben sich auch in anderen Bundesländern mehrere Rudel angesiedelt. Das Beispiel des Wolfs zeigt, wie wichtig grenzübergreifende Naturschutzregelungen sind. Aufgrund des höchstmöglichen Schutzstatus innerhalb der EU gelang es den Tieren, ein Stück ihres Lebensraums auch hierzulande wieder zurückzuerobern.

Wichtige Schlüsselrolle für den Artenschutz

Biber haben über Millionen Jahre Auenlandschaften in Deutschland geprägt und umgestaltet. Eine Vielzahl der heimischen Tier- und Pflanzenarten ist an diesen Lebensraum angepasst. Zahlreiche gefährdete Vogel-, Amphibien- und Insektenarten profitieren nun wieder von der Rückkehr des Bibers. Trotz erfolgreicher Wiederansiedlung der Biber werden ihnen oft Schlagfallen, die zur Bisam- und Nutria-Bekämpfung aufgestellt werden, zum Verhängnis. Ebenso wie auch der Wolf, ist der Biber zudem noch immer durch Fragmentierung seines Lebensraums bedroht. Ein weiterer Schutz beider Arten ist aus Arten- und Tierschutzsicht daher unerlässlich.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Nach Unfällen mit Pferden bei Karnevalsumzügen in Köln und Bonn: Deutscher Tierschutzbund fordert Tierverbot auf Karnevalsumzügen und konsequente Aufklärung

Im Kölner Karnevalsumzug brach ein Pferd zusammen. Im Bonner Umzug gingen Kutschpferde durch und verletzten neun Menschen. Der Deutsche Tierschutzbund hofft, dass die Menschen und die Pferde die Unfälle gut überstehen. Zugleich aber sieht der Verband sich in seiner Kritik an Pferden in Karnevalsumzügen bestätigt. Die Mitnahme der Tiere ist ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier.
Trotz Auflagen und Kontrollen kam es gestern zu den tragischen Zwischenfällen in Köln und Bonn. Mit Blick auf die noch ausstehenden „Veedelszüge“ und besonders mit Blick auf die Karnevalssession 2018 erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem Pferdeverbot für Karnevalsumzüge. Gleichzeitig fordert der Verband die zuständigen Behörden auf, die beiden Vorfälle konsequent und öffentlich zu untersuchen und mögliche Verstöße gegen Auflagen konsequent zu ahnden.

„Für Millionen Menschen ist der Straßenkarneval ein großer Spaß. Das soll es auch bleiben, das geht aber eben auch ohne Tiere. Für die Pferde ist es purer Stress und damit verbunden bleibt immer ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier. Die Verantwortlichen im Karneval wären gut beraten, jetzt umzudenken und ein Pferdeverbot auszusprechen. Diese Vorfälle scheinen nach bisherigem Sachstand noch glimpflich verlaufen zu sein, aber das Risiko, dass Karnevalisten und Tiere noch schwerer zu Schaden kommen, das sollte keiner eingehen“, so Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes.

Pferde sind in Karnevalsumzügen nervlich stark strapaziert, sie sind Fluchttiere und sehr schreckhaft. Laute Musik, Tröten und Gegröle tuen ihr übriges. Auch für den Menschen besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Das Risiko, dass Pferde nervös werden und auf den oft engen Wegen die Jecken am Straßenrand verletzen, ist hoch. Hinzu kommt, dass die Tiere in unnatürlichem Tempo oft stundenlang auf Asphalt gehen müssen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Vogelgrippe: Deutscher Tierschutzbund fordert Präventionsstrategie

Aktuell grassiert die schlimmste Geflügelpestepidemie, die in Deutschland je auftrat. Angesichts dieser Entwicklung spricht sich der Deutsche Tierschutzbund für eine vorbeugende Strategie aus, um zukünftige Seuchenausbrüche tiergerechter eindämmen zu können. Bisher stützt sich das Vorgehen im Seuchenfall primär auf Bestandskeulungen und Aufstallungsgebote. Seit Anfang November 2016 sind in Deutschland nach dem Informationsstand des Deutschen Tierschutzbundes bereits über eine Millionen Vögel gekeult worden.

„Immer wieder massenhaft Tiere zu töten, die zum Teil völlig gesund sind, ist keine vernünftige und akzeptable Lösung für die dauerhafte Bekämpfung der Geflügelpest“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Solche Seuchengeschehen werden auch in Zukunft immer wieder auftreten, daher ist dringend eine nationale Präventionsstrategie erforderlich. Neben Aufstallungsgeboten und Notkeulungen im schlimmsten Fall, sollte überdacht werden, wie man das Ausmaß der Seuche in Zukunft minimieren und die Tiere schützen kann.“

Eine Möglichkeit, den Viren zukünftig weniger Angriffsfläche zu bieten, sieht der Deutsche Tierschutzbund in einer Umstrukturierung der Geflügellandwirtschaft. Kleinere Bestände, eine geringere Tier- und Betriebsdichte sowie widerstandsfähigere Zuchtlinien, die unter tiergerechteren Haltungsbedingungen aufwachsen, könnten Viren weniger Verbreitungsoptionen bieten. Bei akut drohender Ansteckungsgefahr müssen alle verfügbaren Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wobei die Stallpflicht für Freilandgeflügel möglichst vermieden werden muss, um tierschutzrelevante Folgen auszuschließen. Dass die Aufstallung der Tiere keine Garantie für die Verhinderung einer Ansteckung ist, zeigen die vielen Fälle von Geflügelpestausbrüchen in komplett geschlossenen Beständen.
Bisher völlig vernachlässigt ist die Methode einer Schutzimpfung, die die Symptomatik und vor allem die Virusausscheidung deutlich verringern würde, sodass eine weitere Verbreitung eingedämmt werden könnte. Die Bundesregierung sollte aus Sicht der Tierschützer daher dringend die Forschung intensivieren und die Finanzierung für eine kurzfristige Entwicklung von geeigneten Impfstoffen sicherstellen.

Risiko- und tierschutzorientierte Bewertungen erforderlich
Die Tötung von Tieren ist aus Tierschutzsicht nur im Falle des eindeutigen Nachweises hochaggressiver Geflügelpestviren akzeptabel, weshalb der Deutsche Tierschutzbund die vorsorgliche Keulung im Verdachtsfall immer wieder kritisiert. Aufstallungsgebote sollten außerdem nur für einzelne Regionen erlassen werden, wenn tatsächlich ein hohes Ansteckungsrisiko besteht und andere Schutz- und Hygienemaßnahmen nicht ausreichen. Bei der risikoorientierten Entscheidung müssen mögliche Beeinträchtigungen der Haltungsumgebung zulasten des Tierschutzes berücksichtigt und abgewogen werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Deutscher Tierschutzbund rät: Närrisches Treiben besser ohne tierische Begleitung

Bei Karnevalsumzügen und -sitzungen sollten Hundehalter ihren Vierbeiner besser zu Hause lassen. Das rät der Deutsche Tierschutzbund. Auf den Lärm und dicht gedrängte Menschen reagieren viele Hunde mit Stress oder Angst. Auch Pferde, die in Umzügen mitlaufen, hält der Deutsche Tierschutzbund aus denselben Gründen für bedenklich. Da Kostümierungen Tiere unter anderem negativ beeinflussen können und ein Verletzungsrisiko bergen, sollte man auf diese besser verzichten. In Sachen Karnevalsschminke empfehlen die Tierschützer, zu Produkten zu greifen, die nicht in Tierversuchen getestet wurden.

Neben den Menschenansammlungen und damit verbundenem Lärm und Durcheinander, die bei vielen Hunden Stress verursachen, stellen Wurfgeschosse oder herumliegende Glassplitter eine Gefahrenquelle dar. Auch wenn viele Menschen ein Tier im Kostüm als lustig oder niedlich wahrnehmen, appelliert der Deutsche Tierschutzbund an alle Tierhalter, ihre Schützlinge nicht zu vermenschlichen und zur Schau zu stellen. Zudem kann ein Kostüm den Hund in seiner Bewegungsfreiheit oder Körpersprache einschränken, ihn in seinem Wärmehaushalt negativ beeinflussen oder zu Verletzungen führen, wenn die Haut zum Beispiel wund gerieben wird. Auch besteht die Gefahr für das Tier, mit dem Kostüm oder mit einem Accessoire hängenzubleiben und sich im schlimmsten Fall zu strangulieren.

Ebenso wie Hunde sind auch Pferde in Karnevalsumzügen nervlich stark strapaziert: Laute Musik, Tröten und Gegröle tuen ihr übriges. Auch für den Menschen besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Das Risiko, dass Pferde nervös werden und auf den oft engen Wegen die Jecken am Straßenrand verletzen, ist hoch. Hinzu kommt, dass die Tiere in unnatürlichem Tempo oft stundenlang auf Asphalt gehen müssen.

Tierversuchsfreie Karnevalsschminke

Da immer noch an Tieren getestete Inhaltsstoffe in Kosmetika verwendet werden können, sollten Karnevalsjecken darauf achten, nur Schminke von Herstellern zu verwenden, die sich klar gegen Tierversuche ausgesprochen haben. Auskunft gibt die Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes (www.tierschutzbund.de/kosmetik-positivliste): Die darin aufgeführten Hersteller führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

19.01.2017 – Quelle: Rheinische Post – Duisburg

Duisburg

Von Jan Luhrenberg

Glück der Tiere immer im Vordergrund

Das städtische Tierheim im Neuenkamp bietet momentan über 150 Katzen, Hunden und Kleintieren ein Zuhause. Einen neuen Halter zu finden, erweist sich manchmal als schwierig, denn Mensch und Tier müssen zusammenpassen.

Seit vielen Jahren sorgt das Tierheim an der Lehmstraße im Neuenkamp dafür, dass Menschen und Tiere zueinanderfinden. Doch das Heim, das städtisch betreut wird und seit 2002 vom Verein „Tierschutzzentrum Duisburg“ betrieben wird, leistet noch viel mehr.

„Momentan sind mehr als 150 Tiere bei uns“, weiß Bärbel Graf-Thomassen, die seit dem vergangenen Jahr das Tierheim leitet. Gemeinsam mit einem großen Team sorgt sie dafür, dass jedes Tier, das Hilfe braucht, auch aufgenommen wird. „Dafür werden manchmal auch Bereiche des Hauses umfunktioniert“, so die Tierheimleiterin. So könne gewährleistet werden, dass zum Beispiel jeder Hund ausreichend Platz hat, obwohl kein Zwinger mehr frei ist. Theoretisch könne das Heim bis zu 120 Katzen und 80 Hunde aufnehmen. Doch in der Praxis gestalte sich das bisweilen schwierig: „Wenn eine Katze, die normalerweise mit bis zu neun Artgenossen zusammenlebt, eine ansteckende Krankheit bekommt, dann muss sie isoliert werden.“

Neben den 27 festen Mitarbeiten – inklusive mehrerer Auszubildenden – arbeiten bis zu 50 Ehrenamtliche im Tierheim. Der Großteil von ihnen führt täglich einen oder mehrere Hunde aus. Teilweise besuchen die Helfer auch vermittelte Tiere in ihrem neuen Umfeld und überprüfen, ob alles reibungslos läuft. Für die Tierpfleger gilt es, alle Tiere kennenzulernen, um sie an den richtigen Interessenten vermitteln zu können. Manche Tiere kommen über eine städtische Anordnung in das Haus, „zum Beispiel, wenn der Besitzer stirbt oder das Tier nicht artgerecht gehalten wird“, sagt Graf-Thomassen. Auch Tiere aus dem Ausland würden ihren Weg ins Heim finden, diese müssen dann aber mindestens 21 Tage in Quarantäne bleiben, da nicht immer klar ist, ob sie geimpft sind.

Die meisten Tiere werden entweder gefunden oder freiwillig abgegeben. „Häufigster Grund dafür ist fehlendes Geld“, so Graf-Thomassen. Im Frühjahr und Sommer leben immer viele Tiere im Heim. „Zu dieser Zeit tragen Katzen und Hunde ihren Nachwuchs aus, wodurch die Population an sich wächst“, weiß Graf-Thomassen. Zudem sei es länger hell und Passanten würden besser auf Fundtiere aufmerksam. Kleintiere wie Meerschweinchen verweilen dabei durchschnittlich am kürzesten im Tierheim. Anders Hunde und Katzen. Nach der unerlässlichen Impfung bleiben sie noch ungefähr zehn Tage unter Beobachtung, um nachzuprüfen, ob das Serum auch gewirkt hat.

Bei Hunden dauert die Vermittlung generell länger: „Die Interessenten müssen mindestens fünf Mal zu uns kommen. So testen wir, ob Mensch und Tier zusammenpassen“, erklärt Kirsten Bälkner vom Tierschutzzentrum. „Junge, gesunde und verhaltensauffällige Tiere finden schnell ein neues Zuhause“, sagt Graf-Thomassen. Tiere, deren Haltung sehr aufwendig ist, blieben hingegen meist länger im Heim. Dazu zählen Tiere mit gesundheitlichen Probleme oder solche, die nicht alleine zuhause bleiben können. Viele Menschen würden sich beschweren oder seien ungehalten, wenn sie das Wunschtier dann nicht erhalten. Aber das Glück des Tieres stehe immer im Vordergrund, sagt Graf-Thomassen. „Das Tier muss auch zur aktuellen Lebensituation des Menschen passen.“

Das Tierheim steht aktuell noch vor einer ganz anderen Herasuforderung. Es muss dringend renoviert werden. „Das veraltete Gebäude können wir nicht komplett desinfizieren“, sagt Monika Lange, die Vorsitzende des Tierschutzzentrums. Dazu sei das Heim auf Spenden angewiesen. Diese, aber auch Erbschaften und Vermächtnisse decken generell einen großen Anteil der Kosten für das Tierheim. „Die Vermittlungsgebühr, die für jedes Tier unterschiedlich ausfällt, finanziert uns nur zu einem Fünftel“, erklärt Lange. Zum Glück übernimmt die Stadt die Kosten, die durch die Aufnahme der Tiere anfallen, zum Beispiel dann, wenn ein ausgesetztes Tier gefunden wird.

Quelle: RP
nach oben


Pressemeldung

Samstag, 14. Januar 2017

Agrar Tierschutz Grüne Woche Deutschland – Schmidt: Kükenschreddern wird überflüssig

Berlin (dpa) – Massentötung männlicher Küken soll nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bald überflüssig werden. Bei der Entwicklung eines alternativen Verfahrens sei der «Durchbruch geschafft», sagte der CSU-Politiker der Berliner «B.Z. am Sonntag». Schmidt will das Verfahren zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorstellen. Dabei wird das Geschlecht der Küken vor dem Schlüpfen bestimmt, dann werden nur noch Eier mit weiblichen Embryonen weiter ausgebrütet.

Quelle: n-tv.de


Pressemeldung

Schlafkisten für Straßenkatzen selber bauen

Anlässlich des Filmstarts von „Bob der Streuner“ am 12. Januar, gibt der Deutsche Tierschutzbund Tipps, wie Kinder und Jugendliche Katzen ohne Zuhause unterstützen können. Auf seiner Website www.jugendtierschutz.de hat der Verband ein Video bereitgestellt, das zeigt, wie man warme Schlafboxen für die Tiere aus einer Styroporkiste leicht selbst bauen kann. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos“, mit der die Tierschützer auf das Leid der frei lebenden Katzen aufmerksam machen.

„Obwohl Straßenkatzen oft scheu sind und Menschen meiden, sind es immer noch domestizierte Tiere, die auf unsere Hilfe angewiesen sind“, erklärt Maja Masanneck, Leiterin des Jugendreferats beim Deutschen Tierschutzbund. Um den Tieren in der kalten Jahreszeit einen warmen und sicheren Rückzugsort zum Schlafen zu schaffen, empfiehlt sie umgebaute Styroporkisten: „Diese bekommt man zum Beispiel als „Thermoboxen“ in einigen Baumärkten zu kaufen.“ Die Kisten, in die ein Einstiegsloch hinein geschnitten wird, überzieht man mit Wasser abweisender Folie, polstert und isoliert sie mit Stroh und einer Decke im Inneren. Die Box sollte man dann geschützt vor Wind und direktem Sonnenlicht platzieren.

Wer eine Schlafkiste außerhalb des eigenen Grundstücks aufstellen möchte, sollte Kontakt zum nächst gelegenen Tierheim aufnehmen. Tierheime verwalten häufig mehrere Futterstellen, also „Katzen-Treffpunkte“, an denen es auch Sinn macht, Boxen zu platzieren. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich Jugendgruppen anzuschließen, die es in vielen Tierschutzvereinen gibt und die mit entsprechenden Aktionen zum Beispiel auch frei lebende Katzen unterstützen.

Hintergrund: Straßenkatzen

Frei lebende Katzen leben auf verwilderten Grundstücken, in verlassenen Fabrikgeländen oder auf Friedhöfen – meist ohne direkten Kontakt zum Menschen. Häufig sind sie Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen oder ausgesetzten Tieren. Viele dieser Katzen sind krank, unternährt oder verletzt. Da sie als domestizierte Haustiere nicht mehr in der Lage sind, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen, sich viele der sehr scheuen Katzen aber auch nicht mehr an den Menschen gewöhnen, gibt es nur die Möglichkeit, den Tieren ihr Leben zu erleichtern. Tierschutzvereine richten deshalb Futterstellen ein und lassen die Katzen kastrieren, damit sie sich nicht weiter fortpflanzen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V.  – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Heimtier-Tipps für die kalten Wintertage

Bei den aktuell eisigen Temperaturen brauchen auch unsere Heimtiere Schutz vor der Kälte. Obwohl die meisten Tiere niedrige Temperaturen besser vertragen, als es die Besitzer denken, können Tierfreunde Vorkehrungen treffen, damit die Tiere gut über die kalten Wintertage kommen.

Hunde und Katzen sind durch ihr wärmendes Fell gut vor der Kälte geschützt. Nur bei einem kranken Hund oder einem Tier mit sehr kurzem Fell kann ein artgerechter, gut sitzender Mantel oder Pullover während des Gassigehens sinnvoll sein. Spaziergänge mit Hund sollten eher kürzer ausfallen, dafür sollte man lieber öfter raus. Im Idealfall entscheiden Hund und Katze selbst, wie oft und wie lange sie sich im Kalten aufhalten. Katzenbesitzer sollten daher darauf achten, dass Freigänger-Katzen jederzeit wieder zurück in die Wohnung oder ins Haus kommen können.

Empfindliche Hundepfoten können zum Schutz vor  Streusalz vor dem Spaziergang mit Melkfett oder Vaseline eingerieben und nach dem Gassigehen mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Winterschuhe oder -socken sind nicht geeignet, da die Pfoten sensible Tastorgane sind und die Bewegung der Tiere eingeschränkt wird. Nur wenn es tierärztlich angeordnet ist, sollten Hunde Schuhe oder Socken tragen.

Kleine Heimtiere vor Zugluft und Kälte schützen

Kaninchen und Meerschweinchen sollten nur im Freien überwintern, wenn sie rechtzeitig im Frühjahr bereits an die Freilandhaltung gewöhnt wurden und Rückzugsmöglichkeiten in einen frostfreien Unterschlupf bestehen. Kranke Tiere dürfen den Winter nicht draußen verbringen, ältere und untergewichtige Tiere müssen beobachtet werden. Kleine Heimtiere, die in der Wohnung leben, sollten vor kalter Zugluft geschützt werden. Gegen trockene Heizungsluft, die die tierischen Schleimhäute zum Austrocknen bringt, helfen Luftbefeuchter, kleine Wasserschälchen oder ungiftige Grünpflanzen im Raum.

Schutz für Fische im Gartenteich

Goldfische können draußen überwintern, wenn der Teich mindestens 80 Zentimeter tief ist. Wasserpflanzen und Schilf sollten vorhanden sein, da sie wichtig für den Gasaustausch sind. Auch die ausreichende Sauerstoffzufuhr muss gewährleistet sein, daher darf der Teich nie ganz zufrieren.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V.  – Bonn

nach oben


Pressemeldung

Illegaler Tierhandel: Auch Katzen sind betroffen. 27 Katzenwelpen in Bayern beschlagnahmt

Dass neben Hundewelpen auch Katzen vom illegalen Handel betroffen sind, zeigt ein aktueller Fall in Bayern: 27 Katzenbabys im Alter zwischen acht und zehn Wochen sind am vergangenen Wochenende am Grenzübergang Waidhaus beschlagnahmt worden. Die Tiere aus einem ukrainischen Transporter werden nun im Tierheim Feucht versorgt. Das Alter in den Papieren war gefälscht, die vorgeschriebene Tollwutimpfung kann somit nicht vorliegen. Die Tierschützer gehen davon aus, dass die Tiere als Weihnachtpräsente in den Handel gebracht werden sollten.

„Gerade zur Weihnachtszeit können wir nur immer wieder appellieren, keine Tiere – weder Hunde- noch Katzenwelpen oder andere Tierarten – aus dubiosen Quellen zu kaufen“, sagt Andreas Brucker vom Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes, der die Katzenwelpen in Empfang genommen und ins Tierheim Feucht gebracht hatte. „Zwei der Boxen im Transporter waren leer, weshalb wir davon ausgehen, dass weitere 15 bis 20 Katzenwelpen bereits verkauft waren – vermutlich als Weihnachtsgeschenke.“ Der Ernährungszustand aller Tiere war grenzwertig, alle haben einen Wurmbauch. Ein erstes Kätzchen konnte schon bald nicht mehr selbstständig fressen und musste gefüttert werden. Die Tierschützer vermuten, dass die Tiere alle mit Medikamenten fit gespritzt wurden, da sie zu Beginn noch einen fidelen Eindruck machten und sich im Tierheim auf Wasser und Futter stürzten.

„Die Versorgung der geschwächten und kranken Tiere aus illegalem Handel stellt unsere Tierheime immer wieder vor große Herausforderungen und verursacht enorme Kosten, auf denen sie häufig sitzen bleiben“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es zeigt sich erneut, wie wichtig ein runder Tisch zum illegalen Handel – gerade in Bayern – wäre. Die CSU hat einen entsprechenden Antrag gerade niedergeschmettert, sie verschließt die Augen vor einem aktuellen Problem. Das ist ein Armutszeugnis für die Landesregierung.“

Wer den Katzen und dem Tierheim helfen möchte, kann dies am besten mit einer Geld- oder Futterspende tun. Da es noch einige Zeit dauern wird, bis die Welpen vollständig gesund sind, ist eine Vermittlung an neue Besitzer derzeit noch nicht vorgesehen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn

nach oben


Pressemeldung

05.12.2016

Illegaler Welpenhandel boomt

Deutscher Tierschutzbund veröffentlicht Datenauswertung

Der Handel mit illegal importierten Welpen ist für kriminelle Organisatoren sehr lukrativ. Gerade zur Weihnachtszeit ist zu befürchten, dass viele Tiere illegal nach Westeuropa transportiert werden – als vermeintlich attraktive Weihnachtsgeschenke. Leidtragende sind die als „Gebärmaschinen“ missbrauchten Muttertiere und die in Massen „produzierten“ und durch Europa gekarrten Welpen. Viele der Welpen sterben frühzeitig. Eine Datenauswertung des Deutschen Tierschutzbundes dokumentiert nun verschiedene Fakten zu Welpenhandel-Fällen aus den Jahren 2014 und 2015 und macht zudem deutlich, welche immensen Kosten die Tierheime in Deutschland stemmen müssen, die viele der beschlagnahmten Tiere aufnehmen. Die Tierschützer fordern daher eine bessere finanzielle Unterstützung der Tierheime durch die Kommunen und konsequente Maßnahmen, um den illegalen Welpenhandel einzudämmen.

„Der illegale Handel ist ein skrupelloses Millionengeschäft auf Kosten der Tiere: Die Welpen sind unterernährt, krank und nicht geimpft, werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und stundenlang eng zusammengepfercht und wild gemischt zu ihren europäischen Zielorten gekarrt“, erläutert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Belastung für die Tierheime

Werden Welpen aus illegalen Transporten beschlagnahmt, stellt die plötzliche Aufnahme vieler, oft kranker Tiere die Tierheime vor enorme Belastungen. Meist bleiben sie zudem auf den Kosten sitzen, die sich für einen Welpen auf durchschnittlich 2.600 Euro, inklusive Tierarzt-, Futter- und Personalkosten, belaufen. Die mehr als 1.000 Tiere, die in den Jahren 2014 und 2015 in den Tierheimen aufgenommenen wurden, verursachten Kosten von rund 2,6 Millionen Euro. Der Betreuungsaufwand ist besonders hoch, da neben den gesundheitlichen und pflegerischen Tätigkeiten auch versucht werden muss, die verstörten Tiere ausreichend zu sozialisieren und auf ein „normales“ Hundeleben vorzubereiten. „Die dokumentierten Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Schröder. „Ohne Unterstützung der Behörden ist dieser finanzielle und personelle Großaufwand für die Tierheime nicht länger zu bewältigen. Die Politik muss endlich handeln.“

Handlungsbedarf besteht beim illegalen Welpenhandel auch auf europäischer Ebene. Die Tierschützer fordern die Etablierung einer „Sonderkommission Welpenhandel“, um gezielt auf entsprechende Transporte zu kontrollieren, eine intensivere Zusammenarbeit mit den Behörden der Herkunftsländer und härtere Strafen für die Verantwortlichen. Einen positiven Aspekt liefert die Datenauswertung des Deutschen Tierschutzbundes: Zunehmend mehr Tiere aus den entdeckten Transporten wurden beschlagnahmt, anstatt an die Eigentümer zurückgeführt. Der Deutsche Tierschutzbund sieht dies als Zeichen, dass sich Kontrollbehörden bessere Kenntnisse über die Rechtslage und Bedingungen der Transporte angeeignet haben.

Vor allem Rassehunde betroffen

Die Datenauswertung des Deutschen Tierschutzbundes liefert weitere Fakten zu den illegalen Tiertransporten: Insgesamt wurden 2015 neben Mischlingen Hunde von 38 verschiedenen Rassen vorgefunden, 2014 von 31 Hunderassen. Die häufigste Rasse war der Chihuahua, ebenso betroffen waren u.a. Malteser, Pinscher, Spitz, Akita Inu und Französische Bulldogge. Das tierärztlich geschätzte Alter der Welpen variierte zwischen zwei und 15 Wochen. Etliche der Tiere wurden daher nachweislich viel zu früh vom Muttertier getrennt. In den meisten Fällen war jedoch die fehlende Tollwutimpfung – und damit der Verstoß gegen das Tierseuchengesetz – Grund für die Beschlagnahmung der Welpen. Die Tiere kamen in erster Linie aus Ungarn, Bulgarien und Rumänien. In beiden Jahren war Deutschland der Hauptbestimmungsort für den Verkauf der Welpen. Im Ausland standen Großbritannien und Belgien an erster Stelle der Zielländer, dicht gefolgt von Spanien.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e. V. – Bonn
nach oben

 

 

Unsere Ziele … … Tieren zu helfen